… mit Tomaten und Paprika – bevor der Herbst kommt, genießen wir noch einmal die Früchte des Sommers.

Das sei so ein Frauending, hab ich mal gelesen. Das “Links-und-rechts-und-hinten-und-vorne-nicht-mehr-zusammenkommen-und-trotzdem-nicht-nein-sagen-können”-Syndrom. Ist es tatsächlich ein Frauending? Ich weiß es nicht. Mal überlegen, ob es auf mich zutrifft: da sind die Termine, über die ich mich freue, weil sie mich in meiner Sache weiterbringen, weil sie mich bereichern. Dann gibt es die Termine, die ich pflichtbewusst erfülle. Wenn man selbstständig ist und eine sechsköpfige Familie hat, gibt es davon genug – aber gut, die müssen halt sein. Und dann gibt es durchaus auch die Dinge, die ich am liebsten streichen möchte. Weil ich von ihnen nicht profitiere, weil sie mir einfach nur lästig erscheinen.

Allerdings kommt so etwas ja meist schleichend… Am Anfang ist noch alles gut und schön – aber mit der Zeit komm ich dann drauf, dass so manches einfach nicht zu mir passt. Dass es mir zu viel wird, und dass es mir persönlich einfach nichts gibt. Ja, und plötzlich ist da dieser Gedanke: wie komm ich da bloß wieder raus? Mein Mann meint darauf: sag halt einfach nein! Das ist definitiv leichter gesagt als getan, denn wie sagt man denn zu etwas NEIN, zu dem man vorher schon einmal JA gesagt hat?? Denn wenn man sich einmal für eine ehrenamtliche Aufgabe entschieden hat, dann kann man doch nicht einfach mittendrin sagen: ich bin dann mal weg! Oder?

Ich will nicht jammern, stressige Zeiten bin ich gewöhnt, Stress ist ja nicht per se schlecht. Gar nicht auszudenken, wie es wäre, wenn man nichts mehr zu tun hätte – man würde wahrscheinlich aus lauter Langeweile nur auf blöde Gedanken kommen. Für mich gehören viele verschiedene Tätigkeiten zu meinem Leben dazu und wie sagt ein Sprichwort so schön: “Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben.” Und Henry Ford sagte einmal so treffend: “Wer immer das tut, was er schon kann, bleibt immer nur das, was er schon ist.” Tatsächlich ist es doch so, dass alle meine Entscheidungen mich zu dem Punkt geführt haben, an dem ich heute stehe. Hätte ich das eine oder andere nicht getan oder mich für etwas anderes entschieden, wäre vielleicht auch so manches anders gekommen. Und trotzdem muss es auch möglich sein, wieder so manches aus dem Leben zu streichen…

Zwischen all diesen Gedanken bin ich froh, dass es Gerichte gibt, die schnell gekocht sind, und die einem schon beim Anschauen ein Sommerfeeling bescheren – so wie dieser gebratene Feta mit Sommergemüse. Der Feta, den ich hier verwendet habe, ist übrigens kein “echter” Feta, sondern ein Ziegenkäse nach Feta-Art von einem Ziegenbauern aus dem Ort. Da waren zwei Menschen, die zu einer neuen Herausforderung einfach JA gesagt und etwas neues ausprobiert haben. Damit machen sie anderen Menschen (so wie mir) eine große Freude. Vielen Dank dafür!

Unsere Lebenszeit ist zu kurz, um sie mit etwas Unwichtigem zu vergeuden: also freuen wir uns über die schönen Momente mit oder ohne Herausforderungen, lösen wir uns von den Dingen die uns nicht gut tun, auch wenn es noch so schwer erscheint und genießen wir die gemeinsame Zeit mit lieben Menschen, zum Beispiel beim gemeinsamen Essen. 😉

Alles Liebe,

Veronika

Gebratener Feta

5 von 1 Bewertung
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Portionen 4 Personen

Zutaten

  • 4 kleine Scheiben Feta-Käse (am besten ein regionaler Schafs- oder Ziegenkäse nach "Feta-Art")
  • 2 Stück Tomate (groß)
  • 2 Stück gelbe oder rote Paprika (groß)
  • 2 EL Oregano (oder andere Kräuter)
  • 200 ml Rapsöl (kaltgepresst)

Anleitungen 

  • Tomaten in Scheiben und Paprika in Ringe oder Streifen schneiden.
  • Die Fetascheiben nebeneinander in eine Auflaufform (oder einzeln in kleine Förmchen) legen und das Gemüse darauf verteilen. Kräuter darüber streuen und das Öl in feinem Strahl darauf gießen.
  • Den Feta im Ofen bei 220 °C Ober- und Unterhitze etwa 30 min. braten, bis er eine goldgelbe Farbe angenommen hat.

Notizen

  • Am besten passt dazu Baguette und VIEL Salat.
  • GRILLTIPP: Wenn man jede Fetascheibe einzeln mit dem Belag zuerst in Backpapier und dann in Alufolie einpackt, kann man ihn so auf den Grill legen – das ist eine gute Fleisch-Alternative!
 
Gericht: Hauptgericht ohne Fleisch, Hauptspeise ohne Fleisch
Land & Region: Mediterran

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