Aus „No Waste“ wird „Full Taste“ – köstliche Resteverwertung mit Erdäpfeln.
Eigentlich müsste es ganz selbstverständlich sein, dass man Lebensmittel nicht wegwirft, aber erschreckenderweise ist es das nicht. Rund eine Million Tonnen (!) vermeidbarer Lebensmittelabfälle landen in Österreich pro Jahr im Müll (Quelle: Land schafft Leben), die landwirtschaftliche Produktion gar nicht eingerechnet. Mehr als die Hälfte dieser Lebensmittel schmeißt der Privathaushalt weg. Dabei haben die Produkte oft schon einen langen Weg hinter sich, bevor sie bei uns auf dem Teller landen. Doch was heißt das: sind Lebensmittel etwa zu billig? Denn, ein Handy oder dergleichen würde man ja auch nicht einfach so wegschmeißen, schließlich hat es viel Geld gekostet. Aber die paar Euro für Lebensmittel tun halt nicht weh. Die Folge davon: was nichts kostet, ist auch nichts wert…
Manchmal bleiben Lebensmittel bei mir bewusst über, damit ich am nächsten oder übernächsten Tag noch etwas daraus kochen kann. Vorkochen ist das, was auch die Omas schon gerne gemacht haben, heute ist das wieder ein Trend, der „Meal-Prep“ genannt wird. Am liebsten koche ich viel Erdäpfel, denn die kann ich für einige verschiedene Gerichte verwenden, ausgekühlt sind sie sogar noch besser zu verarbeiten als warm. Allerdings habe ich für diese Erdäpfellaibchen die Beilagenerdäpfel vom letzten Schnitzel-essen verwendet. Selbst wenn sie schon in Butter geschwenkt wurden und Petersilie drauf ist, ist das kein Problem. Nur Eräpfelpüree sollte man für die Laibchen nicht nehmen, da sie beim Ausbacken aufgrund der enthaltenen Milch auseinander fallen würden.
Als Sauce musste diesmal ein Rest vom Eieraufstrich herhalten, den ich mit Sauerrahm verlängert habe. So ist auch dieses Überbleibsel noch einer genussvollen Verwendung zugeführt worden. Wie man sieht: Resteküche ist kreativ, frei nach meinem Lieblingsmotto: Die Königin der Kochrezepte ist die Fantasie!
In diesem Sinne: seid lieber einfallsreiche Essensretter statt fantasielose Lebensmittelverschwender und lasst es euch gerade dann so richtig schmecken!
Eure Veronika




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