Resteverwertung der absoluten Spitzenklasse – dieses Lebkuchenparfait ist immer ein krönender Abschluss!

Die Feiertage sind (fast) vorbei, die Kekse sind weggefuttert – oder doch nicht? Wenn meine Familie sich schon während des Advents wie wild auf die gerade frisch gebackenen Kekse stürzt und ich wieder mal stark zum Schimpfen geneigt bin, kommt mein Mann mit seinem Lieblingsspruch: “An Silvester schmecken die Kekse keinem mehr!” Und wir recht er doch hat. Die Kekse gehören nicht “aufgespart”, sie gehören gegessen, dafür sind sie da. Und obwohl meine Familie diesen Rat nach Leibeskräften befolgt hat, sind doch ein paar Stücke des Blechlebkuchens übrig geblieben. Falls auch in eurem Vorratsschrank solche “Ladenhüter” ihr klägliches Dasein fristen, habe ich hier eine ganz wunderbar köstliche Verwertungsidee. Dieses Lebkuchenparfait schmeckt so köstlich, dass es eigentlich total ungerecht ist, es einfach nur als “Resteverwertung” zu bezeichnen. Hat man nämlich keinen Lebkuchen mehr übrig, würde es sich sogar auszahlen, extra für dieses Gericht welchen zu backen… Falls aber noch Mürbteigkekse vorhanden sind, ist dies mehr als unnötig, denn die schmecken in diesem Parfait genauso gut. Dabei hat man dann sogar geschmacklich die Auswahl zwischen “Spekulatiusgeschmack” (mit Lebkuchengewürz wie im Rezept) oder “Vanillekipferlgeschmack” (mit Vanillezucker statt Lebkuchengewürz). Wichtig ist hier allerdings, dass man trockene, also ungefüllte Mürbteigkekse verwendet. Oder überhaupt gleich Vanillekipferl (dann eventuell die Zuckermenge im Parfait etwas reduzieren). Meine Vanillekipferl haben es allerdings nicht mal bis Weihnachten geschafft…

Lebkuchenparfait mit Weichselragout

5 von 6 Bewertungen
Zubereitungszeit 40 Minuten
Portionen 6 Personen

Zutaten

Lebkuchenparfait

  • 2 Stück Eier
  • 1 Stück Dotter
  • 100 g Staubzucker
  • 1/2 KL Lebkuchengewürz
  • 300 ml Schlagobers
  • 50 g Lebkuchen (feingerieben)

Weichselragout

  • 1 Glas Weichseln (ca. 480 g Inhalt)
  • 30 g Zucker
  • Zimt
  • 10 g Maisstärke (etwa 1 EL)

Anleitungen 

  • Die Eier mit dem Dotter, dem Staubzucker und dem Lebkuchengewürz in der Küchenmaschine (oder mit dem Mixer) 15 min. sehr schaumig aufschlagen.
  • Schlagobers halbsteif schlagen und gemeinsam mit dem geriebenen Lebkuchen vorsichtig unter die Dottermasse rühren (am besten mit einem Schneebesen).
  • Eine Kastenform (oder eine andere beliebige Form) mit Klarsichtfolie auslegen. Die Masse einfüllen und mit der überstehenden Frischhaltefolie zudecken. Mind. 8 Stunden tiefkühlen.
  • Für die Sauce die Weichseln abseihen und den Saft auffangen.
  • 50 ml vom Weichselsaft abnehmen, den restlichen Saft mit dem Zucker und etwas Zimt aufkochen. Dann die 50 ml Saft mit der Maisstärke verrühren und in den kochenden Weichselsaft einrühren.
  • Wenn die Masse eindickt, den Topf vom Herd nehmen und die Weichseln einrühren. Bis zum Anrichten zugedeckt stehen lassen.
  • Zum Servieren das Parfait aus der Kastenform stürzen und die Frischhaltefolie abziehen. 
  • Zehn Minuten antauen lassen, in Scheiben schneiden und auf dem lauwarmen Weichselragout servieren.

Notizen

  • Damit sich die Klarsichtfolie ganz eng an die Kastenform „anschmiegt“, bestreicht man die Form vorher mit ganz wenig Öl.
  • Variation: statt Lebkuchenbrösel die Brösel von trockenen Mürbteigkeksen verwenden.
Gericht: Dessert, Resteküche
Land & Region: Österreichisch

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