Wenn dir der Spätsommer Brombeeren bringt, dann mach einfach eine Tarte daraus!

Wenn ich zu dieser Jahreszeit so durch den Garten streife, dann haben es mir vor allem die Beeren angetan. Himbeeren sind derzeit meine absoluten Lieblinge – obwohl wir viele Sträucher haben, sind es trotzdem immer zu wenig… Die Brombeeren dagegen wachsen bei uns heuer wieder in Hülle und Fülle und am liebsten mache ich daraus Marmeladen, Saucen und Likör. Diesmal durfte die Marmelade aus dieser Tarte eine Brombeertarte machen und sie schmeckt fruchtig-köstlich. Und das Beste ist: ich kann diese Tarte das ganze Jahr zubereiten – je nachdem, wann ich wieder mal ein Stückchen Sommer im Herzen (und im Bauch) brauche… Natürlich kann man auch jede andere Marmelade dafür verwenden, aber wichtig ist, dass sie nach viel Frucht und nicht, wie die gekauften Marmeladen, hauptsächlich nach Zucker schmeckt.

Viel Spaß beim Ausprobieren! 🙂

Brombeertarte

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Vorbereitungszeit 1 Stunde
Zubereitungszeit 30 Minuten
Portionen 1 Tarte

Zutaten

Mürbteig:

  • 240 g Mehl (glatt)
  • 160 g kalte Butter (in kleine Stückchen geschnitten)
  • 80 g Staubzucker
  • 1 Dotter
  • 1 Prise Salz

Creme

  • 100 g Sauerrahm
  • 100 g Joghurt
  • 100 g Brombeermarmelade ohne Kerne (selbst gemacht)
  • 30 g Staubzucker (1 – 2 EL)
  • 2 EL Zitronensaft
  • 4 Blatt Gelatine
  • 250 ml Schlagobers

Anleitungen 

  • Für den Mürbteig alle Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten. Eine Tarteform damit auslegen, mit der Gabel mehrmals einstechen und im Kühlschrank eine halbe Stunde rasten lassen.
  • Die Tarteform wieder aus dem Kühlschrank nehmen und im vorgeheizten Backrohr bei 180 °C Heißluft ca. 20 min. „blind backen“ (siehe Erklärung unten).
  • Kuchenboden aus dem Ofen nehmen und die Hülsenfrüchte mit dem Backpapier entfernen. Den Boden vollständig auskühlen lassen.
  • Für die Creme Sauerrahm, Joghurt, Brombeermarmelade, Zucker und Zitronensaft verrühren. Die Gelatine mindestens 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen und das Schlagobers nicht zu steif schlagen. 
  • Nun die Gelatine aus dem Wasser heben, gut ausdrücken und in einem kleinen Topf bei niedriger Temperatur schmelzen lassen. 1 EL Creme mit der Gelatine verrühren. Nun die Gelatine in die restliche Creme einrühren. Das Schlagobers unterheben.
  • Die Creme auf den Mürbteigboden streichen und im Kühlschrank ein paar Stunden fest werden lassen.
  • Den fertigen Kuchen mit Brombeeren und essbaren Blüten verzieren.

Notizen

Für die Creme unbedingt selbst gemachte Brombeermarmelade (am besten mit Gelierzucker 2:1) verwenden – denn die schmeckt richtig fruchtig, und nicht nur nach Zucker, wie die gekauften Marmeladen.
Oder man nimmt frische Brombeeren, kocht diese mit 2 EL Wasser kurz auf, püriert sie und streicht sie durch ein Sieb – dieses Brombeermark einfach statt der Marmelade zur Creme geben und die Zuckermenge dementsprechend anpassen.
„Blind backen“ bedeutet, dass ein Mürbteig ohne Füllung oder Belag vorgebacken wird. Auf den rohen Mürbteig wird Backpapier gelegt, das mit vielen getrockneten Hülsenfrüchten (zB: Linsen, Bohnen, Kichererbsen, aber auch Reis eignet sich) befüllt wird. So bleibt der Mürbteig beim Backen schön in Form. Andernfalls würde sich der Mürbteigboden aufwölben und am Rand abrutschen und man hätte keine schöne Tarteform! Man kann die Hülsenfrüchte natürlich immer wieder zum „blind backen“ verwenden!
Gericht: Kuchen & Co
Land & Region: Österreichisch

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