Ein feiner Strudel, der sowohl als Beilage als auch als eigenständige Hauptspeise eine gute Figur macht!

Der Übergang zwischen Winter und Frühling ist immer eine besondere Herausforderung. Einerseits locken uns schon die warmen Tage nach draußen, das erste Grün beginnt zu sprießen, und wir bereiten uns voller Freude auf die wärmere Jahreszeit vor.

Doch plötzlich holt uns der Winter mit einer Ladung Schneefall und Kälte wieder ein. Na gut, dann besinnen wir uns halt doch noch einmal auf die Vorräte aus Keller und Gefrierschrank, die sollten eh verkocht werden…

Dass wir in unserer Familie Erdäpfel lieben, habe ich ja schon so oft erzählt. Aber diesmal gibt es keine Suppe, Auflauf, Erdäpfelteig oder sonstiges – nein, heute werden die Erdäpfel mal in einen Topfenblätterteig eingepackt und zu einem Strudel gerollt. Und da die Erdäpfel vorher nicht gekocht, sondern nur kurz in Milch und Rahm gedünstet werden, behalten sie beim Backen ihre schöne Konsistenz. So sind sie gut durchgegart, haben aber trotzdem noch etwas Biss.

Für den grünen Touch sorgen ein paar Erbsen zwischen den Erdäpfeln. Erbsen habe ich eigentlich immer welche im Tiefkühlschrank, sie sind so praktisch zu verwenden. Aber natürlich kann man sie auch durch anderes beliebiges (vorgegartes) Gemüse ersetzen.

Der Topfenblätterteig selbst heißt so, weil er, wenn man ihn gleich touriert wie das „Original“ durchaus auch das Zeug hat zu blättern. Wenn man allerdings nicht unbedingt darauf Wert legt, ein möglichst vielschichtiges Ergebnis zu bekommen, kann man sich die Touren sparen. Der Teig schmeckt auch so wunderbar – und ist nicht nur herzhaft, sondern auch für süße Gerichte, wie etwa Apfelstrudel oder Nusskipferl zu verwenden.

Da der Teig sowieso immer gut gekühlt verwendet werden sollte, kann man ihn durchaus einen Tag vorher zubereiten. Dazu einfach in einer Klarsichtfolie eingepackt im Kühlschrank lagern. So geht die Zubereitung des Strudels ratzfatz und man hat ein schnelles und sättigendes Essen.

Ich wünsche euch gutes Gelingen und nehmt euch Zeit zum Genießen!

Eure Veronika

Erdäpfelstrudel

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Vorbereitungszeit 1 Stunde 20 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde
Portionen 4 Personen

Zutaten

Topfenblätterteig

  • 150 g Weizenmehl (glatt)
  • 110 g Butter (kalt)
  • 125 g Topfen
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

Erdäpfelfülle

  • 450 g rohe Erdäpfel (geschält)
  • 100 ml Schlagobers
  • 100 ml Milch
  • 3 Zweige frischer Thymian oder Oregano
  • 2 Stück Eidotter (von kleinen Eiern)
  • 50 g geriebener Hartkäse (zB: Parmesan oder Bergkäse)
  • 50 g Erbsen (tiefgekühlt)
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • verquirltes Ei zum Bestreichen
  • ev. Sesam zum Bestreuen

Anleitungen 

  • Für den Teig die Butter in kleine Stückchen schneiden. Alle Zutaten mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten. Den Teig in Klarsichtfolie (oder ein Bienenwachstuch) einschlagen und im Kühlschrank etwa eine Stunde rasten lassen.
  • Für die Fülle die Erdäpfel gleichmäßig dünn hobeln.
  • Schlagobers mit Milch und den Kräuterzweigen aufkochen. Dann die Erdäpfelscheiben hinzugeben und bei reduzierter Temperatur unter mehrmaligem Rühren einkochen lassen. Zum Schluss sollte so gut wie keine Flüssigkeit mehr vorhanden sein (dauert etwa 10 min.).
  • Topf von der Platte nehmen, die Kräuterstängel entfernen und die Erdäpfelmasse überkühlen lassen. Dann die Dotter, den Käse und die Erbsen hinzufügen und mit den Gewürzen kräftig abschmecken.
  • Den Topfenblätterteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem ca. 2 mm dünnen Rechteck ausrollen.
  • Die Erdäpfelfülle aufstreichen, die Seiten des Teiges einschlagen und zu einem Strudel einrollen. Den Strudel mit verquirltem Ei bestreichen und nach Belieben mit verschiedenfärbigem Sesam bestreuen.
  • Den Erdäpfelstrudel auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Rohr bei 180 °C Heißluft etwa 35 – 40 min. backen.

Notizen

  • Man kann den Teig ohne Weiteres ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren!
  • Variation: Erbsen weglassen oder stattdessen anderes Gemüse zugeben.
  • Dazu passt eine schnelle Kräuter- oder Knoblauch-Sauerrahmsauce.
Gericht: Hauptgericht ohne Fleisch
Land & Region: Österreichisch

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