Diese Schnitzerl sind schnell gemacht und ein feines, „fast“ vegetarisches Mittagessen.
Genau so mag ich das: ich gehe in den Garten, schau was so reif ist und mache daraus ein leckeres Mittagessen. Das ist durchaus ein gewisser Luxus, für den ich täglich dankbar bin, ihn haben zu dürfen. Diesmal waren es die Kohlrabiknollen, die schon eine stattliche Größe erreicht haben. Was könnte man daraus wohl machen? Panieren? In Backteig herausbacken? Ja, genau, das ist es! Aber ich wollte mehr, nicht einfach nur die Scheiben alleine. Eine Fülle sollte rein! Also Kühlschrank auf und dort auch noch einmal gestöbert, was sich da so befindet. Eine Packung Kräuterfrischkäse, ja, die passt. Und dann noch ein paar übrig gebliebene Schinkenscheiben. Perfekt, das wird meine Fülle.
Nun gehts weiter zur Hülle: beim Backteig, da habe ich einen ganz speziellen. Mir ist schon öfter aufgefallen, dass Backteig, der mit Milch zubereitet wird, schnell weich wird. Das möchte ich natürlich nicht, denn gerade das Knusprige liebe ich so am Backteig. Deshalb bereite ich ihn mit Mineralwasser zu. Stattdessen könnte man auch Weißwein oder sogar Bier verwenden. So bleibt der Backteig während des gesamten Mittagessens schön knusprig.
Und das Tüpfelchen auf dem i ist das Butterschmalz, in dem man die Kohlrabischnitzerl ausbäckt. Denn wer glaubt, es wäre egal, ob man nun Öl oder Schmalz verwendet, der irrt sich. Bei vielen Speisen ist es tatsächlich nicht so wichtig, und deshalb plädiere ich auch eher dafür, lieber hoch erhitzbares Pflanzenöl zu verwenden. Denn Butterschmalz ist eine sehr aufwendig hergestellte und daher kostbare Zutat. Aber beim Ausbacken ist es einfach unschlagbar. So auch in diesem Fall, es setzt dem Ganzen noch ein Krönchen auf.
Wenn ihr nun die Erklärung über den Kohlrabischnitzerl-Entstehungsweg tatsächlich bis hierher durchgelesen habt, dann sage ich an dieser Stelle einmal Dankschön. Denn es ist nicht mehr selbstverständlich, sich für so etwas die Zeit zu nehmen. Einige Tipps findet ihr auch noch unter dem Rezept in den Notizen angefügt.
Nun wünsche ich euch viel Spaß beim Kochen und gutes Gelingen. Und ihr wisst schon: vergesst nicht, euch Zeit zum Genießen zu nehmen 😉
Alles Liebe,
Eure Veronika



