Rhabarber at its best – mit einer flaumigen Topfenhaube oben drauf!

Hab ich eigentlich schon mal erwähnt, dass der Frühling meine Lieblingsjahreszeit ist?

Wenn die Blumen zu blühen beginnen, rund um die Marillen-, Kirsch- und Apfelbäume Bienensummen zu hören ist, mehr als zehn Gänseblümchen unter einen Fuß passen – dann ist der Frühling da. Und mit ihm wieder die ganze Fülle der Natur. Ob Schnittlauch, Radieschen, Kopfsalat oder Rhabarber – jetzt ist es wieder leicht, sich mit saisonalen Lebensmitteln zu verköstigen. Und obwohl das Frühjahr heuer verregnet ist und die Kälte uns irgendwie nicht loslässt, freue ich mich über einen Rundgang durch den Garten, denn er zeigt mir: und es wächst doch! Alles sprießt und gedeiht, denn die Feuchtigkeit ist da, und die paar Sonnenstrahlen hie und da werden sogleich gierig aufgesaugt und gespeichert. Der Rhabarber in unserem Garten hat sich zuerst ziemlich Zeit gelassen, aber jetzt ist er voll da. Deshalb gibt es nun auch viel Rhabarber in der Küche. Das macht aber eh nichts (zumindest meinen Kindern nicht), denn obwohl er zum Gemüse zählt, verwende ich ihn eigentlich nur süß. Kuchen, Auflauf, Strudel, Dessert – so mögen wir Rhabarber am liebsten.

Heute habe ich ihn versteckt, nämlich unter einer flaumigen Topfenhaube. Ganz einfach und schlicht, aber durch das Zusammenspiel von süß und sauer doch wieder raffiniert. Und das Beste ist sowieso, dass man diesen Auflauf abwandeln kann, je nachdem, welche Früchte gerade reif sind. Ob nun Erdbeeren, Kirschen, Marillen, Heidelbeeren, Ribisel, Zwetschken, etc. – sie alle lassen sich flaumig süß überziehen. Sogar tiefgekühlte Früchte funktionieren hier ganz wunderbar.

Für eine besonders lockere Topfenschicht schlägt man die Eiklar extra zu Schnee und hebt sie unter die Topfenmasse – so wird die Masse flaumiger und geht auch besser auf. Ansonsten ist die Zubereitung denkbar unkompliziert und schnell, der Auflauf eignet sich sowohl als süße Hauptspeise zu Mittag als auch für ein schnelles Mood-food am Abend.

Habt einen schönen Frühling und genießt und nützt die Rhabarberzeit.

Eure Veronika

Rhabarber-Topfenauflauf

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Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Portionen 4 Personen
Rhabarberzeit is´ – und das muss man genießen! Mit diesem herrlichen Topfenauflauf zum Beispiel. Außerhalb der Rhabarberzeit passen allerdings auch andere Früchte, wie etwa verschiedene Beeren, Marillen, Zwetschken, etc.). Gutes Gelingen!

Zutaten

  • 50 g Butter (sehr weich)
  • 2 Stück Eier
  • 50 g Staubzucker
  • 250 g Vollmilchtopfen
  • 40 g Grieß
  • 1/2 Pkg. Vanillepuddingpulver
  • 2 Stangen Rhabarber
  • 1 EL Kristallzucker
  • Butter und (Brioche-)Brösel für die Auflaufform

Anleitungen 

  • Eine mittelgroße Auflaufform mit Butter ausstreichen und mit Bröseln bestreuen.
  • Rhabarber schälen, in ca. 3 cm lange Stücke schneiden und mit dem Kristallzucker vermischen.
  • Die Eier trennen. Dotter, Butter, Zucker, Topfen, Grieß und Puddingpulver gut verrühren. Eiklar mit einer Prise Salz zu cremigem Schnee schlagen und vorsichtig unter die Topfenmasse rühren.
  • Die Rhabarberstücke in der Auflaufform verteilen und die Topfenmasse darauf streichen. Bei 180 °C Heißluft etwa 30 min. goldbraun backen.
  • Mit Staubzucker bestreuen und noch warm genießen.

Notizen

  • Für diesen Auflauf verwende ich je nach Saison verschiedene Obstsorten, wie etwa Marillen, Zwetschken, verschiedene Beeren, etc.
  • Aus den Rhabarberschalen einen Rhabarbersirup zubereiten.
Gericht: Dessert
Küche: Österreichisch

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