Eine fruchtige Marmelade für den Frühstückstisch.

Die Rhabarberzeit läutet allerorts die Einkochzeit ein. Denn vieles Obst und Gemüse ist nur für kurze Zeit wirklich saisonal und regional verfügbar und wer es dann doch länger genießen möchte, für den heißt es: einkochen, einlegen, einmachen, einwecken, einfrieren, einsalzen oder einfach trocknen. Es gibt viele Möglichkeiten und Wege, Lebensmittel haltbar zu machen. Beim Rhabarber hab ich mich auf jeden Fall schon mal fürs Einkochen entschieden – als Marmelade schmeckt das Gemüse nämlich ganz herrlich. Und damit die Farbe etwas frischer und fruchtiger aussieht, durften noch ein paar Erdbeeren mit hinein – müssen sie aber nicht! Die Rhabarbermarmelade schmeckt auch mit 100% Rhabarber köstlich – oder einfach mal mit anderen Früchten ausprobieren. Das Schöne an Fruchtaufstrichen ist nämlich, dass man sie je nach Verfügbarkeit und Gusto abwandeln kann wie man möchte. Statt Erdbeeren schmecken auch andere Beeren wie Himbeeren oder Heidelbeeren ganz köstlich. Jetzt mag vielleicht jemand den berechtigten Einwurf vorbringen: aber die sind ja regional noch gar nicht verfügbar! Stimmt, aber für Marmelade kann man problemlos gefrorene Früchte verwenden und somit interessante Mischungen herstellen.

Ich bin ja eher der „säuerliche“ Typ, also zumindest was den Geschmack angeht. Das heißt, Zucker wird bei mir reduziert, wo es halt möglich ist, deshalb verwende ich grundsätzlich nur Gelierzucker 2:1. Allerdings kann das bei säuerlichen Früchten für manche zu wenig sein. In diese Marmelade habe ich noch zusätzlich 200 g Zucker eingerührt, damit sie auch ja der ganzen Familie schmeckt. Der zusätzliche Zucker ist aber nicht unbedingt notwendig und kann auch weggelassen werden.

Zu guter Letzt möchte ich noch betonen, wie wichtig es ist, gut sterilisierte Gläser zu verwenden. Denn nur so bleibt das Eingekochte auch haltbar und man hat lange Freude damit. Am liebsten sterilisiere ich im Backofen, das geht so: Gläser unter fließendem Wasser säubern, tropfnass und ohne Deckel auf ein Blech stellen und im vorgeheizten Rohr bei 160 °C Heißluft mindestens 10 min. sterilisieren. Die Deckel in einen Topf mit Wasser geben und aufkochen. Und schon ist alles bereit für besten Genuss im Glas.

Somit wünsche ich euch gutes Gelingen und viel Spaß beim Haltbarmachen!

Eure Veronika

Rhabarbermarmelade

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Vorbereitungszeit 40 Minuten
Zubereitungszeit 5 Minuten
Portionen 4 Gläser á ca. 250 ml

Zutaten

  • 1,1 kg Rhabarberstangen
  • 100 g Erdbeeren
  • 200 g Kristallzucker
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • Saft (und ev. Schale) von 2 Bio-Zitronen

Anleitungen 

  • Den Rhabarber waschen und schälen, es sollten 900 g Fruchtfleisch übrig bleiben. Rhabarber und die 200 g Zucker in einen großen Topf geben und bei mittlerer Hitze etwa eine halbe Stunde köcheln lassen. Anschließend die Rhabarberstücke fein pürieren. 
  • Die Erdbeeren waschen, das Grün entfernen und ebenfalls pürieren. Rhabarbermus mit den pürierten Erdbeeren, dem Zitronensaft und dem Gelierzucker aufkochen und laut Packungsanweisung kochen lassen (bei mir waren es 4 Minuten). Dabei mit dem Kochlöffel permanent gut durchrühren, damit nichts anbrennt.
  • Die heiße Marmelade in sterilisierte Gläser füllen und sofort verschließen.

Notizen

  • Falls man keine frischen zur Hand hat, kann man auch tiefgekühlte Erdbeeren verwenden.
  • Die Erdbeeren dienen in diesem Fall hauptsächlich der Farbgebung. Natürlich kann man die Marmelade auch mit 100 % Rhabarber zubereiten.
  • Auch die 200 g Zucker zusätzlich braucht man nicht unbedingt, wer es säuerlicher bevorzugt lässt den Zucker einfach weg.
  • Für zusätzlichen Zitrusgeschmack die Schale der zwei Zitronen vor dem Auspressen abreiben und mit der Fruchtmasse mitkochen lassen. Dazu allerdings NUR Bio-Zitronen verwenden!
Gericht: Fruchtaufstrich, Frühstück, Konfitüre, Marmelade
Küche: Österreichisch

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