Ein schneller und vielseitiger Teig, der bei richtiger Bearbeitung an das Original durchaus heranreichen kann…

Fertiger Blätterteig hat lange Zeit zu meinen Must-haves in der Küche gehört. Mit ihm lassen sich einfach und schnell verschiedenste Speisen zubereiten – ob süß oder pikant, er passt immer.

Als ich dann schon mehr auf die Zutatenlisten achtgegeben habe, hat er mir immer weniger gefallen. In generell allen Fertigteigen sind Zusatzstoffe drinnen, die man in selbst gemachte Teige nicht mischt. Aber Blätterteig selber machen? Puh, ganz schön viel Aufwand…

Bis ich auf diesen Topfenblätterteig gekommen bin. Gleich vorweg: natürlich blättert er nicht so gut wie „normaler“ Blätterteig. Allerdings ist er auch wesentlich schneller zubereitet. Und die Zutaten sind überschaubar: Mehl, Butter, Topfen, Salz und ev. etwas Backpulver (das kann man allerdings auch weglassen). Wenn man sich dann aber die Mühe macht, und diesen Teig ebenfalls so oft touriert wie den normalen Blätterteig, dann kann er durchaus auch blättern! Verwendbar ist er wie das Original für Tascherl, Stangerl, Strudel, Kipferl, Quiches, etc.

Wichtig ist, dass der Teig immer gut gekühlt verwendet wird. Deshalb ist es auch kein Problem, ihn einfach ein oder zwei Tage vor der Verwendung zuzubereiten und ihn in einer Klarsichtfolie eingepackt im Kühlschrank zu lagern. So geht die Zubereitung von diversen Gerichten ebenso schnell wie mit fertig gekauftem Teig.

Ich wünsche euch gutes Gelingen und nehmt euch Zeit zum Genießen!

Eure Veronika

Topfenblätterteig

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Zubereitungszeit 1 Stunde 20 Minuten

Zutaten

Topfenblätterteig

  • 300 g Weizen- oder Dinkelmehl (T700)
  • 220 g Butter (kalt)
  • 250 g Topfen
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL Backpulver (nicht unbedingt notwendig!)

Anleitungen 

  • Die Butter in kleinere Stücke schneiden und mit dem Mehl, dem Salz und ev. dem Backpulver in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. 
  • Mit dem Knethaken (ich nehme immer den K-Haken von Kenwood) verrühren bis sich die Butterstückchen mit dem Mehl vermischt haben.
  • Dann den Topfen zugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten. 
  • Nun kann man den Teig zu einer runden Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und im Kühlschrank mindestens eine Stunde rasten lassen.
  • Oder man touriert ihn ein paar Mal wie einen „echten“ Blätterteig. Dazu rollt man den Teig länglich aus und schlägt ein Drittel des Teiges ein. Dann faltet man die andere Seite darüber. Dann wieder ausrollen (längs an der eingeschlagenen Kante entlang) und wieder einschlagen. Den Teig legt man zwischen den einzelnen Touren in den Kühlschrank, sodass sich die Butter nicht zu stark erwärmt.
  • Der Teig lässt sich am allerbesten verarbeiten, wenn er gut gekühlt ist. Also vor der Verwendung mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen. Man kann ihn außerdem problemlos zwei bis drei Tage im Kühlschrank lagern.

Notizen

  • Dieser Teig ist, genauso wie der “echte” Blätterteig herrlich vielseitig. Der Anwendungsbereich geht über süße oder pikante Kipferl, Quiches, Tascherl (süß und pikant) bis hin zu Strudel oder anderes Gebäck.
  • Das Originalrezept besteht aus Mehl, Butter und Topfen zu gleichen Teilen (beispielsweise von überall 300 g). Ich habe es etwas abgewandelt, so lässt sich der Teig besser verarbeiten.
Gericht: Basics, Grundrezept, Teig
Land & Region: Österreichisch

2 Kommentare

  1. Alexandra Hagn-Schmid Antworten

    5 stars
    Hallo Veronika! Ich habe das Rezept ausprobiert und daraus Topfen-Golatschen gemacht. Ein traumhafter Teig! Hat wunderbar “geblättert”. Den werde ich bestimmt auch noch mit anderen Füllungen – und sicher auch mit einer pikanten Variante ausprobieren!
    Vielen Dank jedenfalls für das tolle Rezept!
    Liebe Grüße,
    Alexandra

    • Liebe Alexandra!
      Was für eine Freude, vielen Dank für dein tolles Feedback. Weiterhin viel Freude beim Backen!
      Liebe Grüße,
      Veronika

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